Weltmeister Max Verstappen hadert mit der Formel-1-Kalenderplanung. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Andre Penner/AP/dpa)

Die Final-Woche der Formel 1 bringt die Fahrer mit einer Zwölf-Stunden-Zeitverschiebung von Las Vegas nach Abu Dhabi noch mal an ihre Belastungsgrenzen.

«Besonders am Ende der Saison, wenn alle schon ein bisschen müde sind, ist es ein bisschen viel», betonte Weltmeister Max Verstappen (26) von Red Bull: «Ich werde in der Zeitzone völlig verloren sein.»

Hinzu kommt, dass beim Comeback in Las Vegas teilweise spät nachts gefahren wurde und Fahrer sowie die gesamten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Teams auch noch mal einen anderen Rhythmus hatten. Dieser hatte eher der japanischen Zeitzone entsprochen. 

«Ich glaube, wir haben alle ein bisschen phantasiert und halluziniert», meinte Daniel Ricciardo (34) von Alpha Tauri mit Blick auf die besonders späte Trainingsspätschicht in Las Vegas. Auch logistisch stellt die Kombination mit dem Rennen in der Wüste von Nevada mit dem Grand Prix in den Vereinigten Arabischen Emiraten eine Herausforderung dar. 

Ein Teil der Fracht wurde per Schiff nach dem Rennen von Singapur Mitte September auf den Weg geschickt. Weiteres Material sei von Mexiko Ende Oktober aus per Luftfracht direkt nach Abu Dhabi transportiert worden, der Rest am Montag und Dienstag von Las Vegas aus auf die Reise gegangen, erklärte Dienstleister DHL auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. 

Sorgen bereitet den Piloten erst recht der Blick auf den Kalender des kommenden Jahres. 24 Rennen sind geplant und damit so viele wie noch nie. Und dann sollen auch noch drei Grand Prix an drei aufeinanderfolgenden Wochenenden zum Schluss gefahren werden – beginnend mit Las Vegas. Von dort soll es weitergehen nach Katar und nach Abu Dhabi. «Meine Stimme bekommt das nicht», sagte Ricciardo: «Wir werden zerstört sein.»