Toto Wolff ist der Teamchef von Mercedes. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Sergei Grits/AP/dpa)

Die große Wende kann Mercedes-Teamchef Toto Wolff noch nicht versprechen.

Nach dem Frust-Start in die Formel-1-Saison mit einem erneut erstmal nicht siegreifen Silberpfeil kündigte der Teamchef des deutschen Werksrennstalls für den Großen Preis von Saudi-Arabien zwar «einige kleinere Weiterentwicklungen» an. «Game Changer», sprich eine Veränderung am Wagen, die den W14 grundlegend verändert, seien es aber keine, räumte Wolff ein. 

Beim ersten von 23 Saisonrennen waren Rekordweltmeister Lewis Hamilton und dessen britischer Teamkollege George Russell mit fast einer Minute Rückstand auf den siegreichen Titelverteidiger Max Verstappen von Red Bull als Fünfter und Siebter ins Ziel gekommen. Wolff hatte daraufhin in der Wüste von Sakhir unter anderem von einer «Seuche» gesprochen. Das Konzept des Wagens, der wie sein Vorgängermodell praktisch ohne Seitenkästen entworfen worden ist, funktioniert wieder nicht. Da kommt Kritik auf. 

«Bei Mercedes ist der Start ähnlich holprig wie er es im Vorjahr war. Nur glaube ich, dass es jetzt auf die Schnelle sicher keine Lösung geben wird», sagte Red Bulls Motorsportchef Helmut Marko in einem Interview dem Portal Formel1.de. Britische Medien berichteten bereits – ohne Belege – von einem Notfalltreffen bei Mercedes. Dass ausgerechnet Aston Martin mit Mercedes-Antrieben nun auch noch zu einem ernsthaften Rivalen avanciert, macht die Lage nicht weniger heikel und pikant für das einst so dominierende Team.  

«Seit Bahrain haben wir offene und ehrliche Gespräche geführt, auf deren Grundlage wir begonnen haben, unseren Plan aufzustellen, wie wir zurückschlagen wollen», erklärte Wolff in der offiziellen Vorschau des Teams auf das Rennen in Dschidda am kommenden Sonntag (18.00 Uhr/Sky). «An diesem Wochenende werden wir in Saudi-Arabien mehr über den W14, seine Eigenschaften und seine Grenzen erfahren», sagte Wolff.